Gemeinsam stark in der Pfarre Guter Hirte

20.11.2020 | von Jungscharbüro
Wie uns Covid-19 mit Abstand näherbringt.
Nicht nur im Alltag, sondern auch in der Jungschar ist das Thema Covid-19 angekommen und bewegt uns zur Veränderung, bewegt uns Neues und Altes zu hinterfragen und aktiv kreativ zu sein.

Vom Tief zu kreativ

Mitte März folgte mit der Einschränkung der sozialen Kontakte auch die Absage aller Jungscharstunden und Veranstaltungen und diese Stille setzte sich bis Juni fort. Doch als die behördlichen Maßnahmen wieder gelockert wurden, wurden auch wir wieder aktiver und setzten uns ein Ziel: Wir wollen auf Jungscharlager fahren und den Kindern, den Eltern und natürlich auch uns Leiterinnen und Leitern eine Freude machen. Wir waren schon auf sehr vielen Jungscharlagern, nicht nur als Gruppenleiterinnen und Gruppenleiter, sondern auch viele Jahre selbst als Jungscharkinder, und wir wussten, dass dieses nicht wie die anderen werden würde.

Es war ein Ausbruch aus der Routine – eine neue Perspektive auf die gesamte Planung aber auch auf die einzelnen Spiele. Es tauchten neue Fragen auf wie: „Wie viele Kinder dürfen teilnehmen?“, „Welche Spiele können wir durchführen, welche müssen wir ändern?“, „Ist genügend Abstand gegeben?“. Es sind Fragen, die zum Nachdenken anregen und eine neue Kreativität entstehen lassen, bei der wir über den gewohnten Tellerrand hinausschauen und gemeinsam an Neuem arbeiten dürfen.

 

Mit Präventionskonzept

Mit einem von der Jungschar der Diözese entwickelten und von uns angepasstem Präventionskonzept konnte das Jungscharlager mit nur wenigen Änderungen stattfinden. Programmpunkte, wie beispielsweise das Basteln von Fackeln für eine Nachtwanderung, die Schnitzeljagd oder der gemeinsam vorbereitete Gottesdienst fanden im Freien statt, auf vermehrten Abstand wurde geachtet und Hygiene stand an oberster Stelle. Doch mit starker Zusammenarbeit und positivem Denken gab es nahezu keine Einschränkungen für die Kinder und für uns Leiterinnen und Leiter, denn dieser Zusammenhalt brachte uns trotz Abstand als Gruppe näher zusammen. Besonders schön war es zu sehen, wie uns die Kinder bei der Einhaltung der neuen Rahmenbedingungen unterstützten und somit einen wertvollen Beitrag für ein sicheres Jungscharlager leisteten.

Hygienische Maßnahmen, welche während des Lageralltags am präsentesten waren, waren das Händewaschen und das Desinfizieren. Vor jeder Mahlzeit, sowie vor und nach jedem Programmpunkt wurde extra Zeit für diese Hygienemaßnahmen eingeplant, wodurch ein sauberes und sicheres Umfeld ermöglicht wurde. So anstrengend diese Maßnahme zunächst erschien, wurde sie zu einer Routine, an welcher die Kinder und wir Leiterinnen und Leiter nach und nach Gefallen fanden und welche mit Sicherheit ein wichtiger Teil der Jungschar und unserer Aufmerksamkeit bleiben wird.

 

Neue Kreativität

Die Maßnahmen, die dadurch entstandenen Ideen und vor allem die neue Kreativität begleiten uns nun in den Jungscharstunden und regen uns immer wieder zum Nachdenken an. Die Umstellung und die kontinuierliche flexible Anpassung unseres Handelns an die Richtlinien war anfangs nicht immer leicht und kostete uns viel Zeit und Energie. Teamzusammenhalt, das gemeinsame Finden von Lösungen zur Ein- und Aufrechterhaltung der Maßnahmen standen im Fokus der ersten Jungscharbesprechungen. Trotz des vielen Aufwands in dieser herausfordernden Zeit können wir positiv auf diese Zeit zurückblicken und viel Gutes und Schönes, sowie wertvolle Erinnerungen mitnehmen. Wir haben gelernt, die Zeit und die Möglichkeiten wertzuschätzen, welche wir immer für selbstverständlich angenommen haben.

In diesen Monaten haben wir viel Kraft gewonnen, werden diese in unsere zukünftigen Jungscharstunden und Veranstaltungen miteinfließen lassen und das beste aus jeder Situation machen, denn: Gemeinsam sind wir stark!

Carola Wiesinger, Jungscharleiterin Pfarre Guter Hirte Linz 

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