Auf dem Weg zur Krippe

17.11.2020 | von Jungscharbüro
Schatzsuche III
Rund um den 24. Dezember werde Familien eingeladen, sich auf einen Rundweg durch die Pfarre zu machen und zur Krippe zu kommen.

Vorbereitung

Wähle einen Weg durch euer Pfarrgebiet, den Kinder in ca. 40 Minuten gehen können. Start und Ziel ist die Kirche.

Jede Station ist durch eine Holzfigur, eine Laterne und eine Schatzkiste gekennzeichnet. In der Schatzkiste befinden sich die inhaltlichen Impulse.

Bei jeder Station gibt es „etwas zu tun“ für die Kinder, etwas zum Aufkleben, etwas zum Stempeln, auf jeden Fall aber ein Ausmalbild der jeweiligen Figur, die am Ende (zu Hause) zu einer großen (leeren) Krippe (A3-Blatt) dazu geklebt werden könnten.

Die Familien bekommen eine „Schatzkarte“ mit auf den Weg. Dadurch wissen sie, wo die nächste Station ist.

 

7 Stationen:

  1. Esel
  2. Engel
  3. Maria
  4. Josef
  5. Schaf
  6. Hirt
  7. Kirche

Esel, Hirte, Josef, Maria, Ochse, Schafe, Schatz von Cornelia Nagel

 

Willkommen zur Weihnachts-Schatzsuche!

Liebe Kinder, liebe Eltern!

Gemeinsam macht ihr euch nun auf den Weg auf eine besondere Weihnachts-Schatzsuche! Du hast eine Weihnachts-Schatzkarte mit verschiedenen Stationen. Bei jeder Station begegnet dir eine andere Krippenfigur und jede hat euch etwas zu erzählen. Bei jeder Krippenfigur steht eine Schatzkiste. Darin findest du ein Bild oder eine weitere Überraschung für dich!

Wir wünschen dir eine spannende Suche des Weihnachts-Schatzes!

 

1. Esel

Ich bin der Esel. Ich bin auf dem Weg zur Krippe, dort freue ich mich dann so nah wie möglich beim Jesuskind zu stehen. Wir Esel sind fleißig, manchmal auch stur. Wir schleppen geduldig die schwersten Lasten.
Später hat einer von uns Jesus, den Friedenskönig, beim Einzug in Jerusalem getragen. Jesus stieg nicht auf ein „hohes Roß“. Er setzte sich immer für die Kleinen ein, ganz besonders für jene die leicht zu übersehen sind.

 

Und du?

Probiere einmal: Mach dich so groß wie möglich und die Erwachsenen machen sich ganz klein.

Und jetzt umgekehrt, du machst ganz klein und die Erwachsenen machen sich groß.
Und vielleicht noch ein zweites Mal?

 

einfach zum Nachdenken…
einfach zum Reden…

  • Wen übersehen wir?
  • Wer sind die Kleinen bei uns?

Gehen wir gemeinsam weiter und sprechen wir darüber!

 

Nimm dir ein Esel-Bild aus der Schatzkiste.

 

 

2. Engel

Ich bin der Engel.

Manchmal sagen Menschen zu einander: „Du bist wie ein Engel für mich!“ Das sagen sie dann, wenn sie einander etwas Gutes tun. Darüber freue ich mich!

Der Engel Gabriel ist mein Freund. Er ist so wie ich ein Bote Gottes. Ich bin damals vor mehr als 2000 Jahren in der Nacht zu den Hirten gekommen. Ich habe ihnen die gute Nachricht erzählt, dass Jesus geboren wurde und dass sie zum Stall laufen sollen. Bei mir waren viele Engel. Gemeinsam singen wir und gemeinsam loben wir Gott.

 

Und du?

Hat zu dir auch schon einmal jemand gesagt:
„Du bist wie ein Engel für mich?“.

 

einfach zum Nachdenken…
einfach zum Reden…

Die Engel singen und loben Gott.
Singt am Weg zur nächsten Station miteinander ein fröhliches Lied.

 

Nimm dir ein Engel-Bild aus der Schatzkiste und klebe einen goldenen Stern zum Engel dazu.

 

3. Maria

Ich bin Maria, die Mutter Jesu. Die Reise nach Betlehem war sehr beschwerlich für mich. Doch der Esel hat mich getragen. Am Weg nach Betlehem habe ich immer wieder an den Engel Gabriel denken müssen. Er hat mir gesagt, dass Gott mich ruft und dass ich ein Kind bekommen werde. Ein besonderes Kind noch dazu: den Sohn Gottes! Ich bin froh, dass mein Mann Josef mich nicht allein gelassen hat. Ich glaube daran, dass Gott es gut mit mir meint. Ich denke immer wieder über alles nach und danke Gott, dass er mich begleitet.

 

Und du?

Gott hat Maria gerufen.

Flüstere den Namen von einem Menschen, den du gern hast. Die Erwachsenen dürfen den Namen erraten. Dann darfst du den Namen einmal ganz laut rufen!

 

einfach zum Nachdenken…
einfach zum Reden…

Maria dankt Gott, dass er sie begleitet.

  • Wofür möchtest du danke sagen?

Sprecht darüber am Weg!

 

Nimm dir ein Bild von Maria aus der Schatzkiste. Klebe ein Herz dazu und denk an die Person, die du gern hast.

 

4. Josef

Ich bin Josef. Ihr könnt mir glauben, für mich war das alles nicht leicht. Ich habe mir Sorgen um Maria und das Kind gemacht. Wir mussten nach Betlehem, weil Kaiser Augustus unser Volk zählen wollte. Und dann, in Betlehem haben wir bei so vielen Gasthäuser-Türen angeklopft. Keiner wollte uns hineinlassen, keiner hatte ein Bett frei, kein Platz, wo wir schlafen konnten. Einer hat sich dann doch noch erbarmt und wir durften in seinen Stall. Dort habe ich dann eine Futterkrippe für Jesus, für das Kind, hergerichtet. Ich hatte die Hoffnung schon fast aufgegeben – und habe erfahren – Gott ist da, am Ende wird alles gut. Kennt ihr das auch, dass man schon fast aufgibt und dann doch noch weitermacht?

 

Und du?

Spielt mit einander:

Stell dir vor, da ist eine Tür, du klopfst an, niemand öffnet!
Geh ein Stück weiter, du stellst dir wieder eine Tür vor und klopfst an, doch niemand öffnet.
Geh wieder ein Stück weiter und stell dir vor, da ist noch eine Tür, du klopfst an und dann öffnet (der / die Erwachsene) die Tür, begrüßt dich und nimmt dich in die Arme!

 

einfach zum Nachdenken…
einfach zum Reden…

  • Hast du auch schon einmal fast aufgegeben und dann doch weiter gemacht?

Sprecht darüber am Weg!

 

Nimm dir ein Bild von Josef aus der Schatzkiste. Such die einen Stempel aus und mach einen Stempel zum Bild dazu.

 

4. Schaf

Ich bin ein Schaf. Ein genügsames, geduldiges und friedliches Tier bin ich. Ich brauche immer jemanden der auf mich aufpasst. Das sind die Hirten. Ich mag die Hirten. Sie sorgen für mich. Sie schauen, dass wir eine gute Weide haben, wo wir Gras fressen können. Sie achten darauf, dass es für uns Wasser zum Trinken gibt.

Ich laufe mit den anderen Schafen zur Krippe, zum Jesuskind. Aber wo ist der Hirte? Ich sehe ihn gar nicht! Hoffentlich finde ich ihn bald!

 

Und du?

Du darfst einige Mal so wie ein Schaf blöken und springen.

 

einfach zum Nachdenken…
einfach zum Reden…

  • Wer sorgt für dich?
  • Wer ist für dich da?

Sprecht darüber auf dem Weg zur nächsten Station!

 

Nimm dir ein Schaf-Bild und Schafwolle aus der Schatzkiste. Auch Uhu findest du in der Schatzkiste. Klebe die Schafwolle auf das Schaf-Bild.

 

6. Hirt

Ich bin ein Hirte. Ich trage einen einfachen Umhang und einen Hirtenstab.

(Schau genau, ob in der Schatzkiste Umhang und Hut sind und ob neben der Schatzkiste ein Stock liegt.) Die Leute machten früher einen großen Bogen um uns, denn wir waren sehr arm und keiner wollte etwas mit uns zu tun haben. Wir waren auch nicht immer so brav, aber um unsere Schafe haben wir uns immer gut gekümmert. Manchmal hat es weh getan, so ausgeschlossen zu werden. Und dann hörten wir die Engel rufen: „Lauft zur Krippe, euer Retter ist da!“ Wir waren überglücklich, denn wir durften ab jetzt dazu gehören. Wir sind Jesus wichtig, so wie wir sind.

 

Und du?

Nimm Hut, Umhang und Stock und verkleide dich als Hirte.
Erzähle den Erwachsenen, was deine Aufgaben als Hirte sind.
Erzähle, wie du dich nach der Botschaft der Engel fühlst.

 

einfach zum Nachdenken…
einfach zum Reden…

Singt miteinander auf dem Weg ein Weihnachtslied.
Bald sind wir bei unserem Weihnachtsschatz angekommen.

 

Nimm dir ein Hirten-Bild und ein kleines Holz-Stückchen aus der Schatzkiste. Auch Klebematerial findest du in der Schatzkiste. Klebe das Holzstückchen als Hirtenstab zum Hirten-Bild dazu.

 

7. Kirche

Nun seid ihr angekommen bei unserem größten Weihnachtsschatz. Beim Jesuskind in der Krippe. Esel, Engel, Maria, Josef, Schaf und die Hirten haben dich auf den Weg hierher begleitet.

Hören wir nun die frohe Botschaft von Weihnachten aus dem Evangelium.

 

ErzählerIn:
Ein Bote des römischen Kaisers kommt nach Nazaret und ruft.

 

Bote:
„Der Kaiser will wissen, wie viele Menschen in seinem Land leben. Alle müssen sich in Listen eintragen lassen. Dazu müsst ihr in euren Geburtsort gehen.“

 

ErzählerIn:
Josef muss sich in Betlehem melden. Er wandert mit Maria, die bald ein Kind bekommt, dorthin. Weil der Weg über die Berge weit ist, reitet Maria auf einem Esel.

Die Stadt ist voll mit Fremden. Maria und Josef finden keinen Platz in der Herberge. Sie übernachten in einem Stall. Dort bringt Maria ihren Sohn Jesus zur Welt. Sie wickelt ihn in Windeln und legt ihn in die Futterkrippe. Maria und Josef sind glücklich.

Draußen auf dem Feld sind Hirten mit ihren Schafen. Plötzlich kommt ein Engel, ein Bote Gottes. Die Hirten erschrecken. Der Engel sagt zu ihnen:

 

Engel:
„Fürchtet euch nicht! Ich habe eine gute Nachricht für euch! Heute ist der Retter geboren. Im Stall liegt ein Kind in Windeln gewickelt.“

 

ErzählerIn:
Auf einmal sind da viele Engel. Sie singen und loben Gott.

Sofort machen sich die Hirten auf den Weg, um das Kind zu sehen. Sie finden im Stall Maria, Josef und das Kind. Sie freuen sich sehr, loben Gott und danken ihm.

 

Und du?

Zünde eine Kerze an und stelle sie in die Sandschale.

 

einfach zum Nachdenken…
einfach zum Reden…

Betet miteinander ein Vater Unser.

 

Nimm dir das Weihnachtsevangelium und ein leeres Krippenbild aus der Schatzkiste. Klebe zu Hause die Bilder dazu und zeichne das Jesus-Kind hinein.

 


Material

Schatzkarte, die den Weg weist; Holzfiguren: Esel, Schaf, Hirte, Josef, Maria, Engel; 6 Laternen, 7 Schatzkisten; Ausmalbild Esel, Schaf, Hirte, Josef, Maria, Engel; Leere Krippe auf A3-Papier, Stempel für eine Station, Goldsterne zum Aufkleben, Herzerl zum Aufkleben, Hirtenumhang + Stab + Hut, Holzstäbchen, Schafwolle, Uhu + Klebematerial für Holzstäbchen, kl. Desinfektionsmittel bei manchen Schatzkisten

 


Texte frei nach Willi Hoffsümmer, aus: 111 Bausteine
Idee von Heidi Liegl aus Vorarlberg, Weiterarbeit Monika Weilguni
Team Pfarre Linz-St. Konrad: Anna Dürrschmid, Markus Lindorfer, Silvia Rockenschaub, Monika Weilguni.

Du bist ein Schatz!
Auf der Suche nach Alle(r) – Heilige(n)
Auf dem Weg zur Krippe
Jungscharbüro